Perdita von Amry wurde am 20. Moduvus 5556 nach Glaman in der elfischen Hauptstadt Amry geboren.
Leben
Sie entstammt einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, welche eine prächtige Residenz in der Innenstadt Amrys bewohnten. Perdita wurde im Alter von 162 Jahren von ihren Eltern in die Geschäfte des Hauptkontors eingebunden und sollte als Nachfolgerin des Unternehmens installiert werden. Während dieser beruflichen Tätigkeit entstandt der Kontakt zu Leowin von Maryat, einem jungen Arzt, in den sich die Kaufmannstocher verliebte.
Nach vielen Jahren des Werbens und Wartens kamen Leowin und Perdita ein paar Jahrzehnte später zusammen und beabsichtigten eine Familie zu gründen. Da Perdita in dieser Zeit zwei Fehlgeburten erdulden musste, wurde das junge Glück in den Anfangsjahren auf eine harte Probe gestellt. Erst die dritte Empfängnis führte zum Mutterglück und der einzige Sohn des Paars, Cself, wurde am 10. Vaeli 5840 auf die Welt gebracht.
Aufgrund der traumatischen Erfahrung mit den beiden Fehlgeburten beschloss Perdita von nun an ihre volle Aufmerksamkeit der Mutterschaft zu widmen und zog sich aus sämtlichen Aktivitäten des Unternehmens ihrer Eltern zurück.
Als „der grüne Tod“ es erforderlich machte, dass Leowin seine ärtzliche Aktivität fernab von Amry im Elfenwald ausüben musste, zog die Familie 5952 nach Taamalie. Die Familie ließ in dem kleinen Walddorf ein steinernes Herrenhaus errichten, das Loewin auch für die Versorgung seiner Patienten nutzte. Leider erkrankte der Arzt infolgedessen schwer und verstarb noch im selben Jahr.
Seitdem wohnt Perdita in Einsamkeit und Verbitterung in den steirnen Hallen des viel zu groß dimensionierten Hauses und achtet mit Argusaugen darauf, dass sich ihr ein und alles, Cself, nicht zu sehr mit den Gebräuchen und Elfen des Ortes anfreundet.
Aussehen
Perdita ist 1.74m groß, hat graue, lange Haare, die sie zu einem strengen Dutt zusammengebunden hat. Sie hat stahlblaue Augen und ist stets in Gewändern aus Samt und Seide gekleidet, die sie in den feinsten Schneidereien Amrys erworben hat.
Zitate:
„Bitte nicht in diesem Ton!“
„Leowin hätte euch alle sterben lassen sollen, allesamt!“
Der Autor über Perdita
Wenn in Cself ein wenig myself steckt, liegt der Gedanke vermutlich nahe, dass in Cselfs Mutter Perdita auch etwas von meiner eigenen Mutter steckt.
Diesen Fehlschluss kann ich gleich zu Beginn abräumen.
Natürlich habe ich Perdita einige Wörter in den Mund gelegt, die vermutlich jedes Kind ab und zu vernehmen musste („Bitte nicht in diesem Ton!“), aber die Figur der Perdita entstand definitiv ohne reale Vorlage.
Und es ist ein spannender Charakter voller Kontraste. Einst war Perdita die strahlende, souverände Frau an der Seite eines hoch angesehenden Arztes, die in der Hauptstadt Amry ein kosmopolitisches Leben voller Annehmlichkeiten führte.
Der Umzug ins entlegene Taamalie brachte das glamouröse Leben dann ins Wanken. Perdita hat sich stets geweigert das einfache Leben im Waldelfendorf anzunehmen und sich nach dem Tod ihres Mannes endgültig in die steinernen Hallen ihrer Residenz zurückgezogen.
Mit ihrer ablehnden Haltung gegenüber der Art und Lebensweise der Waldelfen, fiel es Perdita zunehmend schwer zu sehen, wie ihr einziger Sohn Cself sich mehr und mehr Platina anfreundete, die wie keine andere das Leben in Taamalie verkörperte.
Der Name Perdita ist übrigens ein telling name, was ich Platina in „Mythanien – Im Licht der Lúthis“ buchstäblich auf die Zunge legen. Ihr Satz „Du bist verloren, Perdita.“ bringt es auf den Punkt. Schmunzelnd habe ich mir dabei ausgemalt, wie schön die Stelle in einer französischen Übersetzung klingen müsste: